Thailands Ladyboys sind weder Transvestiten noch Homosexuelle/2

Hilfe, ich bin verwirrt – ein Mann im Ladyboydilemma

   Wenn Medienschaffende in Pattaya mitunter totalen Unsinn über Ladyboys / Shemales schreiben  ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn sich bei den westlichen Besuchern (Farang) in Thailand Unsicherheit und  Vorurteile verbreiten.

Es liegt zwar in der persönlichen Freiheit für oder gegen etwas zu sein, Sympathie oder Antipathie zu empfinden, etwas als schön oder hässlich zu beurteilen; nur sollte man sich aber der Gründe bewusst sein, weshalb man sich für das eine oder andere entscheidet. Denn aus Unwissenheit vorgefasste Meinungen führen zu Missverständnissen und fatalen Vorverurteilungen.

   Im „HALLO – DAS MAGAZIN“ 10. Ausgabe Oktober 2013, hat der Autor der Rubrik „Die Nachtwanderung“ einen Leserbrief zitiert, in welchem der Absender dieses Briefes schrieb:

„Hilfe, ich bin verwirrt – ein Mann im Ladyboy-Dilemma“! Der Schreiber äusserte grosse Besorgnis, „da er sich bewusst wurde, dass er sich zu Ladyboys hingezogen fühle und deshalb Angst habe, homosexuell zu werden“.

Nach dem Lesen dieses Briefes erinnerte sich dann der Verfasser der Rubrik an eine Situation, die sich vor einigen Jahren zugetragen hatte, wobei er ebenfalls mit dem Phänomen „Ladyboy“ konfrontiert wurde. Ich zitiere:

 „Ich habe zwei Freunde, die homosexuell sind. Ich trinke gerne ein Bier mit ihnen, und ich geniesse ihre Gesellschaft, denn man kann sich ausgezeichnet mit ihnen unterhalten. Als ich sie über Ladyboys befragte, bezeichneten sich beide als stockschwul und hätten deshalb überhaupt kein Interesse an Ladyboys. Dafür seien sie ihnen viel zu weiblich. Ein wirklich homosexueller Mann möge eben nur andere Männer“.

Aufgrund dieser Erinnerung wirft der Autor nun die Frage auf, wer denn auf Ladyboys stehe und was es mit den Ladyboys auf sich habe. Da sie ja offenbar das Beste aus zwei Welten hätten, könne er sich durchaus vorstellen, dass sie untereinander auch gerne Sexspiele treiben.

   Im Artikel „Ladyboys sind weder Transvestiten noch Homosexuelle/1“ habe ich bereits ausführlich beschrieben, dass der Mensch ein geistig/seelisches Wesen ist, welches sich in einem biologischen Körper manifestiert. Die wahre Identität ist jedoch das soziale Geschlecht, also wie sich der geistig/seelische Mensch fühlt und wonach er sich richtet. Üblicherweise stimmen das soziale und das biologische Geschlecht überein, wie es übrigens auch bei Homosexuellen und Transvestiten der Fall ist. Deren besondere Neigungen sind rein psychischer Natur.

 Bei transsexuell Geborenen sind die beiden Geschlechter jedoch gegensätzlich. Ladyboys sind Transsexuelle mit geistig/seelisch weiblicher Identität und biologisch männlichem Geschlecht oder einfacher ausgedrückt, es sind Frauen mit einem männlichen Geschlechtsorgan. Das generelle Dilemma von transsexuell Geborenen besteht darin, dass Gesellschaft und Behörde bei der Beurteilung, ob jemand männlich oder weiblich ist, sich nur nach dem biologischen Geschlecht orientieren.

   Zur Frage „wer steht auf Ladyboys“?

Kurz gesagt, es sind nichthomosexuelle, also heterosexuelle auf Frauen fixierte Männer, die aus Neugier einmal eines dieser hübschen Wesen kennenlernen wollen.

   Eine andere Frage ist jedoch, weshalb es meistens nicht beim einen Mal  bleibt, und weshalb Männer oft dauerhafte Beziehungen mit Ladyboys eingehen? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zur Erinnerung: Ladyboys leben und fühlen emotional entsprechend ihrem sozialen weiblichen Geschlecht. Die körperlichen Empfindungen sind aufgrund der biologischen Organe aber ähnlich denen der Männer, wodurch sie sich einfühlsamer auf  Männer einstellen, als dies Frauen logischerweise tun können. Das intellekte Denken entspringt nicht dem emotionalen Einfluss, sondern dem organischen männlichen Hirn, weshalb sie eher männlich logisch, pragmatisch denken. Trotzdem überwiegt das Weibliche insgesamt. Dazu kommen noch der angeborene Charme, das gepflegte Äussere und das Geheimnisvolle, was dann die Faszination auf Männer ausmacht.   

   Weil Ladyboys heterosexuell sind, lieben sie Männer. Dass eine Beziehung mit einem Ladyboy nichts mit Homosexualität zu tun hat, bestätigt auch die oben beschriebene Aussage der beiden schwulen Männer. Ladyboys sind Frauen, trotz des biologisch männlichen Geschlechts. Sex unter Ladyboys wäre demzufolge gleichbedeutend wie Sex unter Lesben, weil das gefühlte soziale Geschlecht bei allen dasselbe ist. Selbst Prostituierte lassen sich höchstens für Geld auf Sex untereinander ein und auch da sind es nur wenige und in Ausnahmefällen. Dass Ladyboys aus dem Rotlicht Milieu im Privatleben kein Schamgefühl hätten ist ein Trugschluss und entspringt der Fantasie der Männer.

   Vorsicht ist allerdings geboten vor falschen Ladyboys. Solche sind entweder Strichjungs oder Jungs mit kriminellen Absichten, die sich in diesem Outfit einen besseren Zugang zu potenziellen „Kunden“ erhoffen. Diese bieten ihre „Dienste“ meist in Gruppen auf der Strasse oder am Strand an. Übrigens sind Ladyboys, die ihre Dienste im Rotlicht Milieu anbieten eine kleine Minderheit, wenn man bedenkt, dass die Anzahl Transsexueller in Thailand insgesamt auf 750’000 – 1,2 Mio. zu schätzen ist.  Der Grossteil ist in vielen bürgerlichen Berufen, Shoppingcenter, Banken etc. anzutreffen.

   Wie kürzlich in den NEWS der „Deutschen Welle“ zu erfahren war, denkt die Regierung in Deutschland aktuell über ein sinnvolles Gesetz nach, wonach zweigeschlechtlich Geborene (Hermaphroditen) die Freiheit erhalten sollen, ihre geschlechtliche Zugehörigkeit zu einem späteren Zeitpunkt selbst zu bestimmen. Gemäss Angaben soll es auf 500 Geburten 1 Zweigeschlechtliche treffen. Überlegt man, dass Hermaphroditen gegenüber Transsexuell Geborenen in der Minderheit sind ist leicht festzustellen, dass die Gesamtzahl einen erheblichen Anteil der Bevölkerung ausmacht – und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Fred Suban, Buchautor

225 x 430 408446_332452333524317_1178375361_nWie die Bilder zeigen, zeichnet sich bei Kopie 323 x 430 von 427962_439482922778534_596960634_ntranssexuell Geborenen bereits im pubertären Teenageralter die feminine Entwicklung deutlich ab, was dann im persönlichen Umfeld meist zu allgemeinen Verwunderungen und zu Gespött, sehr oft aber auch zu familiären Problemen führt

 

Anmerkung

Information, Leseprobe, Kommentare zum Buch „Faszination Ladyboy“ siehe auf dieser Website unter „Aktueller Buchtipp“.

Aktueller Buchtipp “Glück ist kein Zufall – das Unglück auch nicht”

Buchtipp

“Glück ist kein Zufall – das Unglück auch nicht”

oder anders gesagt: “Glück ist nicht umsonst zu haben – das Unglück schon eher”!

Kopie von image005 CoverDas zentrale Thema dieses Buches ist die Frage nach dem gangbaren Weg in ein nachhaltig erfolgreiches und glückliches Leben. So individuell die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch das persönliche Verständnis von Erfolg und Glück. Trotzdem ist der Weg dahin für alle derselbe.

   Wir sollten uns dessen bewusster werden, dass alles, was uns umgibt, was wir erleben oder uns widerfährt, einen Grund hat oder einem tieferen Sinn entspringt. Doch anstatt die Ursachen zu erforschen, grenzen wir unser Denken, unsere Sichtweite mit Vorurteilen ein.

   Wir müssen lernen, Fragen an uns und unsere Umwelt zu stellen. Mit Fragen erweitern wir nicht nur unser Wissen, sondern Fragen sind der unmittelbare Zugang zu unseren gespeicherten Erinnerungen und zum allgemeinen Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens. Wenn wir uns dieser Zusammenhänge bewusst werden, verstehen wir auch, dass wir allein und niemand sonst für den Verlauf unseres Lebens verantwortlich sind. Dann beurteilen wir persönliche Misserfolge, unerwartete Krankheiten oder Schicksalsschläge aus einer anderen Perspektive und merken, dass die Ursache in uns selbst zu suchen ist.

   Das Buch beschreibt in einer leicht verständlichen Logik die Zusammenhänge, inwiefern wir für unseren Lebensverlauf und somit für unser Schicksal selbst verantwortlich sind.

Als Autor dieses Buches begnüge ich mich aber nicht mit theoretischen Grundsätzen, sondern möchte durch meine eigenen Erfahrungen und authentischen Erzählungen zum besseren Verständnis beitragen.

Freds Suban, Buchautor

Ein Leser schreibt es in seiner Beurteilung so: 
Ein äußerst interessantes vielseitiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und die Augen über vieles öffnet. Plötzlich bekommt das Leben einen tieferen Sinn. Zuvor Wichtiges wird plötzlich unwichtig und Unbeachtetes erhält eine Bedeutung.
(Erscheinungsdatum September 2011, Novum Pro Verlag)

Anmerkung
Weitere Informationen und Leseprobe zu diesem Buch auf dieser Webseite unter “Aktueller Buchtipp”

Das „Goldene Dreieck“ soll neues Touristenziel werden

Pattaya, HALLO das Magazin, Auszug Reisebericht “Das Goldene Dreieck”

Kopie 477x360Das einst für seine Opium-Produktion berühmt-berüchtigte „Goldene Dreieck“ an der Grenze von Thailand zu Myanmar und Laos bietet viel Sehens- und Erlebenswertes Diese lohnenswerten Ausflugsziele sollen künftig von mehr Thailand-Touristen entdeckt werden.

   In dem ehemals gefährlichsten Landstrich von Thailand sorgte vor über 20 Jahren der selbst ernannte Opiumkönig Chang Shi Fu mit seiner 10.000 Mann starken Privatarmee für Angst und Schrecken. Heute erzählt das „Opium Museum“ in Sop Ruak die Geschichte des Mohnanbaus und -schmuggels in dem Länderdreieck

   Denn dank der Initiativen des thailändischen Königs Bhumibol schaut man heute nicht mehr auf Mohnfelder, sondern auf gepflegte Obstplantagen. Damit die Bergbauern den Opiumanbau aufgaben, ließ er in seinem königlichen Entwicklungshilfeprojekt „Help for the North“ kostenlos Saatgut an die Bauern im Norden verteilen. Auf den Plantagen gedeihen heute Früchte wie Tomaten, Kiwis oder Erdbeeren

   Aber auch touristisch hat die Region einiges zu bieten. Alleine über 100 Tempelanlagen können dort von kulturinteressierten Urlaubern besucht werden. 2006 gründete Joshua Plotnik von der Universität Cambridge mit Unterstützung der thailändischen Regierung die „Golden Triangle Asian Elephant Foundation“ Über 20 Elefanten leben inzwischen in dem Camp und beinahe die Hälfte von ihnen stehen als Reittiere für Touristenausflüge durch den Dschungel bereit.

   Um die Wirtschaft anzukurbeln, wurden die Grenzen zu den beiden Nachbarländern geöffnet. Dies hat auch Vorteile für den Tourismus. Eine Reise oder ein Kurztrip nach Myanmar oder Laos ist heutzutage völlig unproblematisch. Auch Schiffstouren auf dem Mekong erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

   Rund um Chiang Rai lohnt sich ein Besuch bei den Bergstämmen der Yao, Akha oder Karen, die in ihren Dörfern selbst hergestelltes Kunsthandwerk anbieten und verkaufen.

   Besonders die Frauen der Karen mit ihren „Giraffenhälsen“ sind ein beliebtes Fotomotiv. Etwa im Alter von fünf Jahren bekommen die Mädchen der ethnischen Minderheit den ersten Messingring um den Hals gelegt. Bis zum Erwachsenenalter kommen immer neue Ringe dazu, insgesamt können es bis zu 25 Stück werden. Durch das stetige Hinzufügen dehnt sich im Wachstum dadurch auch der Hals der Mädchen.

 HALLO das Magazin online: www.hallomagazin.com

Thailand, Ladyboys/Shemales sind weder Transvestiten noch Homosexuelle (1)

   Erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Medienschaffende in Thailand mitunter totalen Unsinn über Ladyboys, Kathoeys, Shemales schreiben. Beispielsweise wenn in demselben Artikel Ladyboys abwechslungsweise einmal als Transvestiten und dann wiederum als Transsexuelle bezeichnet werden, oder Ladyboy Cabaret Shows als Transvestiten Shows beschrieben werden.

So war in einer deutschsprachigen Zeitschrift in Pattaya als  Überschrift eines Artikels zu lesen: „Schwesternschaft der Transvestiten besuchen  das Altersheim“, im nachfolgenden Text wurden die Damen dann aber korrekterweise “Transsexuelle” genannt.

 

   Als Transvestitismus bezeichnet man den psychisch motivierten Drang, sich zeitweise oder permanent, zuhause oder in der Öffentlichkeit dem eigenen Geschlecht entgegengesetzt zu kleiden. Somit handelt es sich hierbei um eine rein psychische Ausrichtung. Transvestitismus gibt es sowohl bei Männern wie auch bei Frauen. Sexuell sind Transvestiten jedoch heterosexuell, also auf das andere Geschlecht ausgerichtet, im Gegensatz zu Homosexuellen.

 

   Transsexualität ist weder eine psychische Störung noch eine besondere sexuelle Neigung, sondern die angeborene Gegensätzlichkeit zwischen dem geistig/seelischen und dem biologischen Geschlecht. Wenn also ein Mensch mit geistig/seelisch weiblicher Identität (soziales Geschlecht) in einem Körper mit biologisch männlichem Geschlecht geboren wird, nennt man das Transsexualität. In Thailand sind es die sogenannten Ladyboys oder Kathoeys, in westlichen Gesellschaften Shemales. Natürlich gibt es in umgekehrter Form auch Transsexuelle mit geistig/seelisch männlicher Identität und biologisch weiblichem Geschlecht. Die Bezeichnung Transgender, Intersex sind Überbegriffe für alle transsexuell Geborenen.    

Das Problem für die Betroffenen liegt darin, dass Gesellschaft und Behörde für die Beurteilung, ob ein Mensch Mann oder Frau sei, nur das biologische Geschlecht in Betracht ziehen, was die Vorurteile und negative Haltung in der Öffentlichkeit  gegenüber Betroffenen noch begünstigt. In Australien erhalten Transsexuelle neuerdings den Status als „Drittes Geschlechts“, und sie können sich entsprechend registrieren lassen.

 

   Transsexuelle fühlen und leben aber nach ihrer geistig/seelischen Identität, also dem  sozialen Geschlecht, ungeachtet des biologischen „Anhängsels“. Zudem ist auch der Körper in der Gesamtheit nicht nur so ausgebildet, wie er nach dem organischen Geschlecht zu erwarten wäre. Zieht man all das in Betracht ist aus der einfachen Logik heraus leicht zu verstehen, warum sich  „Ladyboys“ zu männlichen Partnern hingezogen fühlen. Umgekehrt fühlen sich Männer von deren dominierender Weiblichkeit und der Faszination des Unbekannten angezogen, und oft bleibt es nicht nur bei einem einmaligen Abenteuer.

Eine Beziehung zwischen einem Ladyboy und einem männlichen Partner als homosexuell zu bezeichnet ist somit falsch und wäre gleichbedeutend, wie wenn man eine Beziehung zwischen Frau und Mann als solche bezeichnen würde! Dies gilt natürlich in umgekehrter Richtung auch für Transsexuelle mit geistig/seelisch männlicher Identität.

 

Ladyboy 1c Ladyboys 2 Die beiden Bilder zeigen deutlich, dass selbst der Körper in der Gesamtheit nicht ausschliesslich so ausgestattet ist, wie er vom biologischen Geschlecht her zu erwarten wäre.

 

 

 

 

 

   Mein Buch „Faszination Ladyboy“ richtet sich gegen die aus Unwissenheit vorherrschenden, oft diskriminierenden Vorurteile. Es beschreibt mit teils erschütternden Geständnissen von Betroffenen deren eigene Identitätsprobleme sowie die zusätzliche Belastung durch das beschämende Verhalten der westlichen Gesellschaften gegenüber transsexuell Geborenen. Als Kontrast zeigen erotisch romantische Erlebnisberichte von westlichen Männern mit Ladyboys das so ganz andere Verhaltensbild der thailändischen Gesellschaft auf, wo Ladyboys in der Gesellschaft integriert und von da auch nicht mehr wegzudenken sind.

Fred Suban, Buchautor    

Beurteilung des Verlags:

Ein spannendes, erotisch anmutendes Werk und doch mit fundierter Sachlichkeit. Fred Suban begeistert mit bewegenden Geständnissen von Betroffen in der westlichen Gesellschaft einerseits und auf der anderen Seite durch authentische romantische Erfahrungsgeschichten mit „Ladyboys“ in der thailändischen Zivilisation.

(Erscheinungsdatum: Oktober 2012, Novum Pro Verlag)

 

Anmerkung:

Das Buch ist als Taschenbuch im Buchhandel Deutschland, Österreich, Schweiz oder bei AMAZON erhältlich, oder als E-Book

Links zu Leseprobe, Kundenbewertung siehe auf dieser Webseite unter „aktueller Buchtipp“.

 

 

Dengue-Fieber in Thailand

Persönlicher Krankheitsreport

Bis anhin kannte ich das gefürchtete Dengue-Fieber nur vom Hörensagen und war auch der Meinung, dass diese Gefahr nur in ländlichen Gegenden lauern würde.Am Donnerstag, den 22. August 2013 wurde ich dann überraschend und brutal eines besseren belehrt:

 Der Tag hatte begonnen wie jeder andere. Nach dem Einkauf im Friendship Market begab ich mich noch zu einem Kaffee bei meinem ehemaligen Thailehrer, mit dem und seiner Partnerin ich mich zwischenzeitlich angefreundet habe. Der Thailehrer und seine Partnerin, beide Thai, lebten viele Jahre in Deutschland, und jetzt nach ihrer Rückkehr haben sie an der 3th Rd., nahe der bekannten Buffalo Bar, einen kleinen Coffee-Shop eröffnet. Dazu geben beide noch Thai-Deutsch / Deutsch-Thai Kurse in gemütlicher privater Atmosphäre zu 150 Baht die Stunde.

Also ich sass da, und während wir so plauderten, fühlte ich plötzliche Übelkeit aufkommen. Zuhause angekommen erfasste mich dann ein Schüttelfrost. Kein Wunder, das Fieberthermometer zeigte 39 Grad an, einfach so aus heiterem Himmel und ohne geringste Vorzeichen. Aber ich dachte noch nicht an etwas Schlimmes, und nachdem ich 2 Aspirine eingenommen hatte, senkte sich das Fieber auf 38.2 Grad. In der Nacht allerdings hatte ich erneut einen Anstieg des Fiebers und am nächsten Tag ereichte das Fieber beinahe die 40 Grad Marke, dazu breiteten sich noch Schmerzen im ganzen Körper aus, die sich im Laufe des Tages ins Unerträgliche steigerten. Gehen konnte ich nur noch, indem ich mich auf Stühle und andere Möbelstücke aufstützte und wo diese fehlten, konnte ich mich nur noch unter unsäglichen Schmerzen mit kleinsten Schrittchen vorwärts bewegen. In der Nacht war schlafen unmöglich, da half auch ein Schlafmittel nichts.

Am nächsten Morgen, das war ein Samstag, brachte mich ein Freund mit seinem Motorbike ins neue „Pattaya City Hospital“ an der Soi Buakhao. Nach dem ersten Verdacht auf Dengue-Fieber wurde aber nach dem Bluttest wieder Entwarnung gegeben. Erleichtert, mit Medikamenten gegen das Fieber und der Ermahnung am Dienstag wieder zu kommen, wurde ich mit den besten Wünschen entlassen.

Jedoch bereits am Montag früh brachte mich mein Freund wieder ins Spital, weil sich weder das Fieber gesenkt hatte, noch die Schmerzen nachgelassen hatten. Nach einem erneuten Bluttest wurde mir dann beschieden, dass ich wahrscheinlich Dengue-Fieber hätte und ich mich unverzüglich in einem anderen Spital melden solle, da sie in diesem Spital noch nicht für Permanentpatienten eingerichtet wären.

Mein befreundeter Thailehrer brachte mich dann mit seinem Auto ins Spital in Sri Racha, welches er kannte und wo er auch die Kommunikation mit dem Arzt übernahm; einem sehr vernünftigen und kompetenten Arzt übrigens, welcher folgendes erklärte:

„Gegen Dengue-Fieber gäbe es bis heute keine Medikamente und es könne nur aufgrund der Symptome festgestellt werden, ob es sich wirklich um solches handelt. Anzeichen seien z. B.: innere Blutungen, Blutungen beim Zähneputzen, Nasenblutung, Blut im Urin oder Stuhl, Delirium oder Schwindel, Knochenschmerzen. So wie er mich jetzt beurteile, hätten sie keine andere Möglichkeit als mich zu beobachten und dazu Medikamente gegen Fieber und Schmerzen zu verabreichen. Dazu müsse ich nicht unbedingt hier bleiben aber sofort kommen, wenn eines dieser Symptome auftreten würde. Falls ich es aber vorziehe hier zu bleiben, könne ich dies gerne tun. Mit den Medikamenten werde das Fieber nach einer Woche abgeklungen sein, die Schmerzen bräuchten allerdings länger  Ich könne aber nach 2 Wochen nochmals zur Nachuntersuchung ins Pattaya City Hospital gehen.“

Mit der Ermahnung immer zu essen und viel zu trinken, auch wenn ich mich dazu zwingen müsse, wurde ich entlassen.

Genauso wie dieser Arzt gesagt hatte, hat es sich zugetragen. Nach einer Woche war ich fieberfrei, aber die Schmerzen waren kaum weniger geworden – es war die Hölle. So begab ich mich nach 2 Wochen, wie geraten, wieder ins Pattaya City  Hospital. Nach Verabreichung einer Spritze und neuen Medikamenten wurde ich dann mit dem Bewusstsein entlassen, dass die Schmerzen von Tag zu Tag sukzessive abnehmen würden, aber es brauche seine Zeit. Jetzt nach 5 Wochen verspüre ich noch Schmerzen im Beckenbereich und in den Oberschenkeln, so wie bei einem heftigen Muskelkater nach einem längeren Fussmarsch oder sonst einer ungewohnten sportlichen Betätigung.

Heute am 30. September 2013 begab ich mich zu einer Nachuntersuchung ins Marine-Hospital in Sattahip, weil sich seit einer Woche am ganzen Körper ein Hautausschlag ausbreitet. Weshalb ich dieses Spital gewählt habe hat zwei gute Gründe: einerseits praktiziert dort ein Arzt der deutsch spricht, an der Uniklinik in Zürich Neurologie studiert und in Deutschland langjährig als Arzt praktiziert hatte, und andererseits ist das Spital gut eingerichtet und auch Ausländer sind dort willkommen.

Nach der Untersuchung und nach Studium der vorangegangenen Reaktionen und des Verlaufs des Blutbildes bestätigte der Arzt, dass es sich in meinem Fall nicht um Dengue-Fieber sondern um ein anderes Virus gehandelt habe, was auch aus den derzeitigen Nebenerscheinungen hervorgehe. Zur Behandlung des Hautausschlags gab er mir Medikamente zum einnehmen und eine Emulsion zum einreiben der betroffenen Stellen mit.

Fazit:

Seit der Untersuchung und dem aufschlussreichen Gespräch mit dem Arzt in Sri Racha ist mir bewusst geworden, dass in Spitälern manchmal Massnahmen gegen Dengue-Fieber angeordnet werden ohne die Gewissheit zu haben, ob es sich tatsächlich um solches handelt.

Ob nun das Dengue-Fieber oder ein anderes Virus der Auslöser meiner Krankheit waren ändert nichts an der Tatsache, dass auch geringe Veränderungen des Wohlbefindens Anzeichen einer ernstzunehmenden Krankheit sein können.

Leider verbreiten sich vermehrt unbekannte oder resistente Viren nicht nur in Thailand oder anderen tropischen Gebieten, wie der Fall eines Freundes beweist. Dieser hatte sich während eines Ferienaufenthalts in der Schweiz eine geringfügige Verletzung an einer  Zehe zugezogen, und als Folge davon musste er 2 Tage später notfallmässig ins Spital eingeliefert werden, wo ihm dann der Unterschenkel bis auf die Knochen geöffnet wurde. Nach seiner Rückkehr nach Thailand musste er sich dann im Spital einer langwierigen Weiterbehandlung mit mehreren  Hauttransplantationen unterziehen.

Fred Suban, Buchautor

MIMOSA City of Love

Mimosa Cabaret PattayaEine neu geschaffene Märchenwelt am Rande von Pattaya. Etwas kitschig zwar, aber märchenhaft schön wurde die „City of Love“ nach dem Vorbild eines kleinen französischen Städtchens im Elsass, nachgebaut. Charmante Bistros, Boulevardcafes, Boutiquen, schmucke Souvenirläden etc, sowie Gaukler und Stelzengänger machen das Flanieren auf der blitzblanken Dorfstrasse und den Nebengässchen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum wahren Vergnügen.
Hauptattraktion ist der Dorfplatz mit Springbrunnen, wo abends zu drei Zeiten bunte Wasserspiele im Takt der Musik stattfinden, eine grossartige technische Leistung. Danach jeweils eine farbenfrohe Show mit Künstler/innen in bunten Kostümen, im Stil wie sie in der Vergangenheit  an den europäischen Höfen zu hohen Anlässen getragen wurden und ein Vergleich mit dem Märchen „Alice im Wunderland“ lässt sich kaum unterdrücken – und wer würde vermuten, dass die hübschen Damen Ladyboys sind!

Nach der Show wird den Besucher/innen die Möglichkeit geboten, sich mit einem der freundlich lächelnden Darsteller fotografieren zu lassen.